Pfarrhaus St. Georg

Freising, Am Rindermarkt 10

  

Im Pfarrhaus befinden sich

- Büro des Pfarrverbandes St. Korbinian,
- Pfarrbüro St. Georg,
- Wohnungen für Pfarrer und Kaplan,
- weitere Wohnungen.

 

 

Geschichte

Das heutige Pfarrhaus St. Georg wurde 1904 von der Freisinger Firma Steinecker erbaut und diente als Schreinerei. Der Steineckerplan zeigt die "Östliche Fassade" mit großen Fenstern im Erdgeschoss und einer Türe dazwischen. Heute gibt es nur noch den Eingang in der Ecke, hinter dem der Korridor das Gebäude erschließt.

Das historische Foto vom "Rindermarkt" zeigt einen Teil der östlichen Fassade, der Rest wird von den beiden heute verschwundenen Häusern verdeckt. (Ganz links das Ziererhaus.)

 

Es wird berichtet, dass der Maschinenlärm der Schreinerei des Öfteren die Gottesdienste in der Georgskirche störte. Der Organist soll dann immer besonders stark in die Tasten gegriffen haben. Die Pfarrei griff daher zu, als sich 1929 überraschend die Möglichkeit ergab, das Anwesen zu erwerben und als Ersatz für das bisherige Pfarrhaus in der Oberen Hauptstraße zu nutzen. Das Gebäude wurde in der Folgezeit den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend umgebaut.

Renovierung

2015 - 111 Jahre nach dem Bau des Hauses war eine gründliche Renovierung angesagt, die die Mängel an der Installation und am Brandschutz beheben und das Gebäude zugleich für eine zukunftsträchtige Nutzung ertüchtigen sollte. Zusätzlich mussten die umfangreichen Auflagen des Denkmalschutzes beachtet werden.

Das Freisinger Architekturbüro 'DEPPISCH  A R C H I T E K T E N' führte die Renovierung in den Jahren 2015-2017 aus.

Die wesentlichen Umbauten

Die unübersichtliche Raum- und Zugangsstruktur wird behoben. Im Treppenhaus wird ein Aufzug eingebaut, so dass alle Stockwerke auch von Gehbehinderten erreicht werden können. Der erste Stock weist die Wohnung für den Pfarrer aus. Die darüber liegenden Stockwerke werden so umgestaltet, dass sie sowohl als Büros wie auch als kleine Wohnungen zu nutzen sind. Damit ist Flexibilität gegeben, wenn einmal die Büros im Erdgeschoss nicht ausreichen sollten.

Der Dachstuhl ist historisch bemerkenswert, aber nach heutigen Maßstäben zu schwach ausgelegt, muss also ebenfalls nachgerüstet werden.

Der feuchte Keller muss trockengelegt werden. Wasser- und Elektroinstallation werden komplett erneuert. Dabei werden die zahlreich vorhandenen Kamine genutzt, um in ihnen die Steigleitungen unterzubringen.

Mit einem lokalen Wärmeverbund sollen einmal das Pfarrhaus, das St. Georg Haus und die Pfarrkirche von einer einzigen Zentrale aus beheizt werden.

Bilder Vom Umbau geben einen Eindruck von der umfangreichen Baumaßnahme.

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Das Pfarrhaus ist hinter der Einrüstung verschwunden.
Eingangsflur: Hinten ging es früher zum Innenhof. In Zukunft wird sich dort ein 'Glashaus' anschließen.
Innenhofseite: Der Hof ist bis zur Ebene des Kellers ausgegraben, um die Fundamente für das 'Glashaus' zu legen.
Wie die historischen Türstöcke ist auch die Treppe mit einer Schalung geschützt. Sie soll erhalten bleiben.
Der Bauherr war sparsam: Für den Fehlboden wurden 'Bretter' aus dem Restholz verwendet, das übrigbleibt, wenn man einen Rundstamm in Bretter zersägt.
Vom Georgsturm sieht man besonders schön auf die Dachlattung.
Das Pfarrhaus von oben: da sieht es ziemlich fertig aus.
"Die Hüllen sind gefallen."
Die Firmlinge 2016 verchönern den Bauzaun mit fröhlichen Bildern.
Das Dach für das 'Glashaus' im Innenhof wird eingehoben.

Wiedereröffnung

Mit einem Tag der Offenen Tür wurde das Pfarrhaus am 23.9.2017 seiner Nutzung übergeben.

Vor allem der lichte Glasbau im Innenhof begeisterte alle.
Die Büros sind hell und licht.
"Respekt vor dem historischen Gebäude" - so Architekt Deppisch bei der Schlüsselübergabe an Pfarrer Lederer.
Wieskurat Dr. Walter Brugger nahm die Segnung des Hauses vor und bat um Gottes Schutz für alle, die in diesem Gebäude zum Wohl der Gemeinde arbeiten.

Katholische Pfarrei St. Georg in Freising; Text: Hans-Christoph Bartscherer; Ed: HCB; zuletzt aktualisiert am 21.02.2018

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